Die Ausgangssituation:
Staub beim Befüllen des Bestreuungstrichters
Bei der Herstellung von Brötchen werden die vorbereiteten Teigrohlinge mit verschiedenen Körnern und weiteren Bestreuungsprodukten versehen. Die dafür benötigten Produkte werden in einen Bestreuungstrichter eingefüllt und anschließend dem laufenden Produktionsprozess zugeführt.
Beim Befüllen des Trichters wurde Staub freigesetzt. Dieser gelangte in den umliegenden Arbeitsbereich und lagerte sich nicht nur auf Oberflächen, sondern auch an elektrischen und pneumatischen Komponenten der Produktionsanlage ab.
Gesucht wurde deshalb eine Lösung, die den Staub unmittelbar beim Einfüllen erfasst. Eine allgemeine Reinigung des Bereichs hätte lediglich bereits abgelagerten Staub beseitigt, aber nicht verhindert, dass dieser während des Befüllvorgangs in die Umgebung gelangt.
Die Herausforderung:
Staub direkt erfassen und Anlagentechnik schützen
Der entscheidende Punkt war die Position der Stauberfassung. Die Absaugung musste möglichst nah an der Stelle ansetzen, an der die Bestreuungsprodukte in den Trichter gegeben werden.
Gleichzeitig durfte das Erfassungselement den Befüllvorgang nicht behindern. Eine zu weit entfernte Absaugung hätte den entstehenden Staub nur teilweise erfasst. Eine ungünstig positionierte Düse hätte dagegen die Bedienung des Trichters erschwert.
Neben der Staubbelastung im unmittelbaren Arbeitsbereich spielten die Ablagerungen auf der Anlage eine wichtige Rolle. Feiner Staub kann sich an Sensoren, Schaltern, Ventilen und weiteren elektrischen oder pneumatischen Bauteilen festsetzen. Dadurch steigen Reinigungsbedarf, Verschleiß und das Risiko von Funktionsstörungen.
Da die Anlage in einem explosionsgefährdeten Bereich eingesetzt wurde, musste auch die Ausführung des Saugers zu den bestehenden ATEX-Anforderungen passen. Eine bestimmte Zone ist in den Projektunterlagen nicht genannt.
Die Lösung:
Kundenspezifische Absaugdüse mit mobilem Elektrosauger
FITZER entwickelte eine speziell auf den Bestreuungstrichter abgestimmte Absaugdüse. Diese wurde so positioniert, dass der beim Einfüllen entstehende Staub möglichst unmittelbar an der Austrittsstelle aufgenommen wird.
Die Düse wurde mit einem mobilen Elektrosauger verbunden. Dadurch entstand eine kompakte Lösung, bei der Erfassungselement und Saugeinheit genau auf den vorhandenen Arbeitsbereich abgestimmt werden konnten.
Der eingesetzte Sauger verfügt über einen Filter der Staubklasse M und wurde entsprechend den für den Einsatz geltenden ATEX-Anforderungen ausgeführt.

Die Lösung verbindet:
- eine speziell angefertigte Absaugdüse,
- die Stauberfassung direkt am Bestreuungstrichter,
- einen mobilen Elektrosauger,
- eine Filterung nach Staubklasse M,
- eine auf den Einsatzbereich abgestimmte ATEX-Ausführung,
- die Integration in den bestehenden Produktionsablauf.
Anstatt den Staub erst nachträglich aus der Umgebung zu entfernen, setzt die Absaugung unmittelbar beim Befüllen des Trichters an.


Warum eine mobile Staubabsaugung eingesetzt wurde
Für diese Anwendung war keine umfangreiche zentrale Absauganlage erforderlich. Der Staub entstand an einer klar definierten Stelle und konnte über eine passend konstruierte Düse direkt erfasst werden.
Der mobile Elektrosauger stellt die benötigte Saugleistung und Filterung unmittelbar am Einsatzbereich bereit. Dadurch ließ sich die Absauglösung gezielt in die vorhandene Produktionslinie integrieren, ohne den gesamten Prozess grundlegend verändern zu müssen.
Entscheidend war nicht allein die Leistung des Saugers. Erst die Kombination aus passender Absaugdüse, richtigem Erfassungspunkt, abgestimmter Filterung und geeigneter ATEX-Ausführung machte die Lösung für den konkreten Prozess geeignet.
Das Ergebnis:
Weniger Staubablagerungen und geringerer Verschleiß
Durch die direkte Erfassung am Bestreuungstrichter gelangt weniger Staub in den umliegenden Arbeitsbereich. Gleichzeitig werden elektrische und pneumatische Komponenten der Produktionsanlage besser vor Ablagerungen geschützt.
Der verringerte Staubeintrag reduziert den Reinigungsbedarf an empfindlichen Bauteilen und wirkt unnötigem Verschleiß entgegen. Dadurch verbessern sich Betriebssicherheit und Lebensdauer der betroffenen Anlagenkomponenten.
Die wichtigsten Verbesserungen:
- geringere Staubbelastung während des Befüllvorgangs,
- weniger Staubablagerungen im direkten Anlagenbereich,
- besserer Schutz elektrischer und pneumatischer Bauteile,
- geringerer staubbedingter Verschleiß,
- höhere Betriebssicherheit der Produktionsanlage,
- längere Lebensdauer der betroffenen Komponenten,
- eine in den bestehenden Ablauf integrierte Absauglösung.

Was dieses Projekt zeigt
Das Projekt zeigt, dass bereits ein einzelner Befüll- oder Übergabepunkt eine individuell angepasste Absauglösung erforderlich machen kann. Eine leistungsstarke Saugeinheit allein reicht nicht aus, wenn der entstehende Staub nicht zuverlässig erfasst wird.
Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Staubquelle, Erfassungselement, Luftführung, Filterung und Sicherheitsanforderungen.
Das Prinzip lässt sich auch auf andere industrielle Prozesse übertragen, bei denen pulverförmige, körnige oder staubende Produkte in Trichter, Behälter, Mischanlagen oder Dosiersysteme eingefüllt werden. Die konkrete Ausführung muss dabei immer auf das jeweilige Medium und den vorhandenen Produktionsprozess abgestimmt werden.
Staub beim Befüllen direkt absaugen
Entsteht beim Befüllen eines Trichters, Behälters oder Dosiersystems Staub?
FITZER prüft den konkreten Übergabepunkt und entwickelt eine Absauglösung, die zu Ihrem Medium, Ihrer Anlage und den geltenden Sicherheitsanforderungen passt.







