Die Ausgangssituation:
Emaille-Staub bei der manuellen Reinigung
Bei der Herstellung von Backöfen werden die Innenräume mit Glasemaille beschichtet und anschließend bei Temperaturen von etwa 800 bis 850 Grad Celsius eingebrannt. Nach dem Einbrennen müssen die beschichteten Innenräume von Hand nachgereinigt werden.
Bei diesem manuellen Arbeitsschritt wurde feiner Emaille-Staub aufgewirbelt. Ohne eine gezielte Erfassung konnte sich der Staub im Arbeitsbereich verteilen und in die Atemluft der Beschäftigten gelangen.
Gesucht wurde deshalb keine allgemeine Hallenabsaugung, sondern eine industrielle Staubabsaugung, die exakt auf diesen Arbeitsschritt abgestimmt ist.
Die Herausforderung:
Staub erfassen, bevor er sich verteilt
Bei manuell ausgeführten Reinigungsarbeiten verändert sich der Arbeitsbereich laufend. Die Erfassung musste deshalb möglichst nah an der Stelle ansetzen, an der der Staub freigesetzt wird.
Gleichzeitig durfte die Absaugung den Arbeitsablauf und die Bewegungsfreiheit der Beschäftigten nicht unnötig behindern. Form, Position und Saugleistung des Erfassungselements mussten daher auf den Arbeitsplatz und den tatsächlichen Reinigungsprozess abgestimmt werden.
Eine allgemeine Standardlösung hätte diese Anforderungen nicht ausreichend berücksichtigt.
Die Lösung:
Eine kundenspezifische Punktabsaugung
FITTER entwickelte eine speziell für diesen Einsatz konstruierte Absaugdüse. Sie erfasst den beim Reinigen freigesetzten Emaille-Staub unmittelbar an der Entstehungsstelle.
Über eine angeschlossene Rohrleitung wird der erfasste Staub aus dem Arbeitsbereich zur Absauganlage transportiert und dort abgeschieden. Die Punktabsaugung setzt damit genau dort an, wo die Belastung entsteht, anstatt den bereits im Arbeitsraum verteilten Staub nachträglich erfassen zu müssen.
Die umgesetzte Lösung verbindet:
- eine an den Arbeitsplatz angepasste Absaugdüse,
- die direkte Erfassung des Staubs an der Entstehungsstelle,
- den Transport über ein festes Rohrleitungssystem,
- die Einbindung in die vorhandenen Produktionsabläufe,
- eine auf den manuellen Arbeitsschritt abgestimmte Konstruktion.
So entstand eine industrielle Staubabsaugung, die nicht nur auf das Medium, sondern auch auf die räumlichen Bedingungen und den konkreten Arbeitsablauf zugeschnitten wurde.



Das Ergebnis:
Weniger Staub im direkten Arbeitsbereich
Die Punktabsaugung verbessert damit die Bedingungen am manuellen Reinigungsarbeitsplatz und unterstützt den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz.
Durch die unmittelbare Erfassung wird die Staubkonzentration im Arbeitsbereich reduziert. Weniger Emaille-Staub gelangt in die Umgebungsluft und verteilt sich auf angrenzenden Flächen.
Zu den wesentlichen Verbesserungen gehören:
- die Erfassung des Staubs direkt während der Reinigung,
- eine geringere Ausbreitung im Arbeitsbereich,
- weniger Staubablagerungen auf angrenzenden Flächen,
- eine reduzierte Belastung durch luftgetragenen Emaille-Staub,
- eine passgenaue Integration in den vorhandenen Arbeitsablauf.

Was dieses Projekt zeigt
Das Projekt zeigt, dass eine wirkungsvolle Staubabsaugung nicht immer eine großflächige oder vollständig gekapselte Anlage erfordert. Bei manuellen Reinigungs- und Nachbearbeitungsprozessen kann eine gezielt konstruierte Punktabsaugung die bessere Lösung sein.
Entscheidend ist, dass das Erfassungselement zur Staubquelle, zum Arbeitsplatz und zu den Bewegungsabläufen der Beschäftigten passt. Vergleichbare Lösungen lassen sich auch auf andere industrielle Prozesse übertragen, bei denen feine Stäube lokal und während eines manuellen Arbeitsschritts entstehen.
Staub direkt dort absaugen, wo er entsteht
Entsteht bei Ihrem Produktions- oder Reinigungsprozess feiner Staub, der mit einer Standardabsaugung nur unzureichend erfasst wird? FITZER prüft den Arbeitsablauf und entwickelt eine Absauglösung, die auf die Staubquelle, den Arbeitsplatz und Ihre betrieblichen Anforderungen abgestimmt ist.







