Die Ausgangssituation:
Trockene Gusseisenspäne im Fräsbereich
Bei der Bearbeitung von Gusseisen fielen im Bereich der Fräsmaschinen trockene Späne und Bearbeitungsrückstände an. Kühlschmierstoffe wurden bei diesem Prozess nicht eingesetzt. Entsprechend musste die Absauglösung ausschließlich für die Aufnahme und Handhabung des trockenen Materials ausgelegt werden.
Die Späne sollten zuverlässig aufgenommen und anschließend möglichst direkt an die vorhandene Entsorgung übergeben werden. Gleichzeitig musste sich die Technik in den bestehenden Arbeitsbereich integrieren lassen, ohne die verfügbaren Flächen und Arbeitsabläufe unnötig einzuschränken.
Im Verlauf von etwa zwei Jahren wurden insgesamt fünf Sauger installiert. Dadurch konnte das Grundkonzept an mehreren Stellen eingesetzt und jeweils an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden.
Die Herausforderung:
Fünf Installationen mit unterschiedlichen Entsorgungswegen
Obwohl bei allen Anlagen dasselbe Material aufgenommen wurde, waren die Bedingungen an den jeweiligen Einbauorten nicht vollständig identisch. Neben den Platzverhältnissen unterschied sich insbesondere die vorhandene Weiterbeförderung der gesammelten Späne.
Bei einem Teil der Installation stand ein im Boden integrierter Späneförderer zur Verfügung. An anderer Stelle sollten die Späne dagegen in einen fahrbaren Behälter entleert und anschließend innerbetrieblich weitertransportiert werden.
Die Lösung musste daher mehrere Anforderungen miteinander verbinden:
- zuverlässige Aufnahme trockener Gusseisenspäne,
- stationäre Integration in den jeweiligen Fräsbereich,
- Anpassung an die vorhandenen Platzverhältnisse,
- Nutzung der bestehenden Entsorgungswege,
- kontrollierte Entleerung des Sammelbehälters,
- möglichst geringer manueller Handhabungsaufwand.
Eine einheitliche Standardausführung hätte diese unterschiedlichen Bedingungen nur eingeschränkt berücksichtigt.
Die Lösung:
Stationäre XGA 6000 mit angepasster Entleerung
FITZER setzte fünf stationäre, druckluftbetriebene Sauger des Typs XGA 6000 ein. Die Anlagen wurden über angeschlossene Rohrleitungen in die jeweiligen Arbeitsbereiche eingebunden. Dadurch konnten die Sauger passend zu den vorhandenen Platzverhältnissen positioniert werden.
Für die Entleerung wurden innerhalb desselben Projekts zwei unterschiedliche Ausführungen realisiert.
Entleerung über ein Bodengitter in den Späneförderer
Bei der ersten Ausführung ist der XGA 6000 mit einem Schrägauslauf ausgestattet. Zur Entleerung wird der Sammelbehälter über einem im Boden integrierten Gitter positioniert.
Die gesammelten Gusseisenspäne gelangen über den Schrägauslauf durch das Bodengitter direkt in den darunterliegenden Späneförderer. Dadurch wird die vorhandene Fördertechnik genutzt und ein zusätzliches manuelles Umfüllen der Späne vermieden.
Automatische Entleerung in einen fahrbaren Spänebehälter
Bei der zweiten Ausführung wird das aufgenommene Material nach Beendigung des Saugvorgangs automatisch in einen unterhalb der Anlage positionierten, fahrbaren Spänebehälter entleert.
Der Behälter kann anschließend ausgetauscht oder zur vorgesehenen Entsorgungsstelle transportiert werden. Auch bei dieser Variante reduziert die direkte Übergabe den manuellen Handhabungsaufwand.
Alle fünf Sauger wurden für die trockene Aufnahme von Gusseisenspänen eingesetzt. Kühlschmierstoffe waren nicht Bestandteil des Saugguts. Bei den installierten Anlagen handelte es sich nicht um ATEX-Ausführungen.
Die realisierte Lösung verbindet:
Bedingungen und den konkreten Arbeitsablauf zugeschnitten wurde.
- fünf stationäre Druckluftsauger XGA 6000,
- eine an den Arbeitsbereich angepasste Rohrleitungsführung,
- die Aufnahme trockener Gusseisenspäne,
- einen Schrägauslauf zur Übergabe an einen Späneförderer,
- eine automatische Entleerung in fahrbare Spänebehälter,
- zwei unterschiedliche Entsorgungswege innerhalb eines Projekts.



Das Ergebnis:
Kontrollierte Späneentsorgung mit weniger manueller Handhabung
Die Gusseisenspäne können aufgenommen und anschließend passend zum jeweiligen Einbauort an den vorgesehenen Entsorgungsweg übergeben werden. Wo bereits ein Späneförderer vorhanden ist, wird dieser unmittelbar in den Ablauf eingebunden. An den übrigen Stellen erfolgt die automatische Entleerung in fahrbare Spänebehälter.
Dadurch entfallen zusätzliche Umfüllvorgänge und der manuelle Handhabungsaufwand wird reduziert. Gleichzeitig erleichtert die stationäre Integration der Sauger die regelmäßige Aufnahme der Späne im Fräsbereich.
Die wichtigsten Ergebnisse:
- insgesamt fünf installierte Druckluftsauger,
- schrittweise Umsetzung über rund zwei Jahre,
- zuverlässige Aufnahme trockener Gusseisenspäne,
- Anpassung an unterschiedliche Platzverhältnisse,
- Nutzung vorhandener Spänefördertechnik,
- automatische Entleerung in fahrbare Behälter,
- geringerer Reinigungs- und Handhabungsaufwand,
- effizienterer Ablauf der Späneentsorgung.
Was dieses Projekt zeigt
Nicht jede Bearbeitungsmaschine benötigt denselben Entleerungsweg. Entscheidend ist, dass Absaugung, Rohrleitungsführung und Materialübergabe gemeinsam mit den vorhandenen Produktionsbedingungen betrachtet werden.
Das Projekt zeigt, wie ein bewährtes Grundkonzept mehrfach eingesetzt und trotzdem an unterschiedliche Einbausituationen angepasst werden kann. Die fünf über einen längeren Zeitraum installierten XGA 6000 dienen dabei als belastbarer Machbarkeitsnachweis für vergleichbare Aufgaben in der trockenen Metallbearbeitung.
Späne aus der Bearbeitung zuverlässig aufnehmen
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FITZER entwickelt Druckluftsauger und Absaugsysteme, die auf das Material, die Platzverhältnisse und den betrieblichen Ablauf abgestimmt werden.







