Die Ausgangssituation:
Ablagerungen an den Rohpelletslinien
An den Rohpelletslinien der Mischerei entstanden im laufenden Betrieb Staubablagerungen, Materialreste und weitere Reststoffe. Diese mussten im Rahmen der regelmäßigen Reinigungs- und Wartungsarbeiten zuverlässig von den relevanten Anlagenteilen entfernt werden.
Die zu reinigenden Bereiche befanden sich an verschiedenen Stellen innerhalb der Anlage. Für eine dauerhaft praktikable Lösung musste die benötigte Saugleistung deshalb an mehreren Punkten zur Verfügung stehen.
Gesucht wurde keine einzelne mobile Absauglösung, sondern ein zentral aufgebautes System, das die verschiedenen Reinigungsbereiche über ein gemeinsames Rohrleitungsnetz erschließt.
Die Herausforderung:
Staub erfassen, bevor er sich verteilt
Die Absauganlage sollte insgesamt fünf relevante Bereiche der Rohpelletslinien abdecken. Gleichzeitig musste berücksichtigt werden, dass sich die Anlage in einem für ATEX Zone 22 eingestuften Bereich befindet.
Damit gingen besondere Anforderungen an die Auslegung der Absauganlage und der eingesetzten Komponenten einher. Neben der benötigten Saugleistung waren daher auch die Einsatzumgebung, die Rohrleitungsführung und der kontrollierte Umgang mit den aufgenommenen Reststoffen zu berücksichtigen.
Die Lösung musste folgende Anforderungen miteinander verbinden:
- zentrale Bereitstellung der Saugleistung,
- Anschlussmöglichkeiten an fünf relevanten Anlagenbereichen,
- Entfernung von Staubablagerungen und Materialresten,
- Ausführung für ATEX Zone 22,
- kontrollierter Austrag des aufgenommenen Materials,
- Integration in die vorhandene Produktionsumgebung.
Die Lösung:
Zentrale ATEX-Absauganlage mit fünf Absaugstellen
FITZER installierte eine zentrale ATEX-Absauganlage, deren Saugleistung über ein fest verlegtes Rohrleitungsnetz zu den Rohpelletslinien geführt wird. An insgesamt fünf Stellen stehen geeignete Absaugmöglichkeiten für die Reinigungs- und Wartungsarbeiten zur Verfügung.
Dadurch können die relevanten Anlagenbereiche gezielt gereinigt werden, ohne dass für jede Stelle eine separate Absauganlage benötigt wird.
Das zentrale System verbindet:
- einen 5,5-kW-Seitenkanalverdichter,
- ein auf die Anlage abgestimmtes Rohrleitungsnetz,
- fünf Absaugstellen an den relevanten Bereichen,
- eine Ausführung für ATEX Zone 22,
- einen Schrägauslauf für den Materialaustrag.
Der Seitenkanalverdichter erzeugt den für die Aufnahme und den Transport der Reststoffe benötigten Unterdruck. Über das Rohrleitungsnetz werden Staubablagerungen und Materialreste von den einzelnen Absaugstellen zur zentralen Anlage transportiert.
Materialaustrag über einen Schrägauslauf
Die aufgenommenen Reststoffe werden innerhalb der zentralen Absauganlage gesammelt und über einen Schrägauslauf in einen geeigneten Sammelbehälter ausgetragen.
Dadurch steht ein definierter Übergabepunkt für das abgesaugte Material zur Verfügung. Die konkrete Art des Sammelbehälters richtet sich nach den betrieblichen Anforderungen und ist in den vorhandenen Projektunterlagen nicht näher bezeichnet.
Ausführung für ATEX Zone 22
Da die Absauganlage in einem entsprechend eingestuften Bereich eingesetzt wird, wurde sie für ATEX Zone 22 ausgeführt.
Zone 22 bezeichnet einen Bereich, in dem im Normalbetrieb nicht damit zu rechnen ist, dass sich eine explosionsfähige Atmosphäre in Form einer Wolke aus brennbarem Staub bildet. Falls sie dennoch auftritt, besteht sie voraussichtlich nur kurzzeitig.
Für die technische Auslegung einer Absauganlage reicht die Angabe der Zone allein allerdings nicht aus. Entscheidend sind zusätzlich das konkrete Medium, die Eigenschaften des Staubes, die betrieblichen Bedingungen und die Gefährdungsbeurteilung des Betreibers.
Bei diesem Projekt wurden die bekannten Anforderungen an die Zone bereits in der Ausführung der zentralen Absauganlage berücksichtigt.



Das Ergebnis:
Weniger Ablagerungen und besser zugängliche Reinigungspunkte
Durch die fünf Absaugstellen steht die benötigte Saugleistung direkt an den relevanten Bereichen der Rohpelletslinien zur Verfügung. Staubablagerungen, Materialreste und andere Reststoffe können dadurch gezielt aufgenommen und über das zentrale Rohrleitungsnetz abtransportiert werden.
Die realisierte Lösung trägt dazu bei:
- Staubansammlungen an den Anlagenteilen zu reduzieren,
- Reinigungs- und Wartungsarbeiten zu unterstützen,
- die betrieblichen Sauberkeitsanforderungen einzuhalten,
- die Betriebssicherheit zu verbessern,
- die Verfügbarkeit der Anlage zu unterstützen.
Die zentrale Bauweise bündelt die Absaugung mehrerer Bereiche in einem gemeinsamen System und ermöglicht einen kontrollierten Austrag der aufgenommenen Reststoffe.

Was dieses Projekt zeigt
Eine zentrale Absauganlage kann nicht nur für die direkte Absaugung laufender Produktionsprozesse eingesetzt werden. Sie eignet sich ebenfalls dazu, festgelegte Reinigungs- und Wartungsbereiche innerhalb einer größeren Produktionsanlage mit Saugleistung zu versorgen.
Entscheidend ist eine Auslegung, die das vorhandene Rohrleitungsnetz, die Anzahl und Position der Absaugstellen, das zu erfassende Medium sowie mögliche ATEX-Anforderungen gemeinsam betrachtet.
FITZER entwickelt dafür kundenspezifische Zentralabsauganlagen, die auf die tatsächlichen Anlagenbereiche, betrieblichen Abläufe und Sicherheitsanforderungen abgestimmt werden.
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