Zentrale Absauganlagen für die Emaille-Beschichtung

Projektdetails

Branche: Produktionsbetrieb mit Emaille-Beschichtung
Anwendung: Zentrale Absaugung an mehreren Stellen des Beschichtungsprozesses
Medium: Staub- und Materialrückstände aus der Emaille-Beschichtung
Herausforderung: Bedarfsgerechte Erfassung an mehreren Absaugstellen unter Berücksichtigung der Filter- und ATEX-Anforderungen
Lösung: Mehrere druckluftbetriebene Zentralanlagen mit Rohrleitungsnetz, pneumatischer Fernsteuerung sowie M- und HEPA-Filter
Ergebnis: Reduzierte Staubemissionen, eine sauberere Arbeitsumgebung und eine geordnete Verwertung der abgeschiedenen Materialien

Rückstände aus der Emaille-Beschichtung

Im Verlauf der Emaille-Beschichtung fielen an verschiedenen Stellen Staub- und Materialrückstände an. Diese sollten zuverlässig aus den jeweiligen Arbeitsbereichen entfernt und anschließend kontrolliert gesammelt werden.

Da sich die zu reinigenden beziehungsweise abzusaugenden Bereiche über mehrere Stellen innerhalb der Produktion verteilten, war eine einzelne lokale Absauglösung nicht ausreichend. Benötigt wurde ein zentral aufgebautes System, das die verschiedenen Bereiche über ein Rohrleitungsnetz verbindet.

Gleichzeitig mussten die Filterung der aufgenommenen Stäube, der Explosionsschutz und die anschließende Verwertung der abgeschiedenen Materialien berücksichtigt werden.

Mehrere Absaugstellen zentral versorgen

Die Absaugleistung musste an mehreren Stellen des Beschichtungsprozesses zur Verfügung stehen. Dabei sollte die jeweilige Anlage nicht dauerhaft und unabhängig vom tatsächlichen Bedarf betrieben werden.

Die Lösung musste deshalb verschiedene Anforderungen miteinander verbinden:

  • zentrale Versorgung mehrerer Absaugstellen,
  • Bedienung direkt am jeweiligen Einsatzort,
  • Erfassung von Staub- und Materialrückständen,
  • mehrstufige Filterung der aufgenommenen Partikel,
  • Ausführung für staubexplosionsgefährdete Bereiche,
  • an die Materialart angepasste Sammlung,
  • geordnete Verwertung beziehungsweise Recycling.

Eine weitere Anforderung war die flexible Einbindung in die vorhandenen Produktionsabläufe. Die Absaugung sollte dort aktiviert werden können, wo sie gerade benötigt wird.

Mehrere druckluftbetriebene Zentralanlagen

FITZER installierte mehrere druckluftbetriebene zentrale Absauganlagen. Jede Anlage ist über ein eigenes zentrales Rohrleitungssystem mit mehreren Absaugstellen verbunden.

Die an den einzelnen Stellen aufgenommenen Staub- und Materialrückstände werden über das Rohrleitungsnetz zur jeweiligen Abscheideeinheit transportiert. Dort erfolgt die Abscheidung und Filterung der aufgenommenen Stoffe.

Durch die Aufteilung auf mehrere Zentralanlagen lassen sich die unterschiedlichen Produktionsbereiche gezielt erschließen. Die Anlagenstruktur ist dabei auf die räumliche Verteilung der Absaugstellen und die vorhandenen Arbeitsabläufe abgestimmt.ium, sondern auch auf die räumlichen Bedingungen und den konkreten Arbeitsablauf zugeschnitten wurde.

Pneumatische Fernsteuerung an jeder Absaugstelle

An jeder Absaugstelle befindet sich eine pneumatische Fernsteuerung. Dadurch kann die zugehörige Absauganlage unmittelbar am jeweiligen Einsatzort ein- und ausgeschaltet werden.

Die Beschäftigten müssen die zentrale Anlage somit nicht separat aufsuchen. Die Absaugung lässt sich genau an der Stelle aktivieren, an der Staub oder Materialrückstände aufgenommen werden sollen.

Diese bedarfsgerechte Steuerung unterstützt einen praktikablen Einsatz der Zentralanlagen innerhalb der laufenden Produktion.

Hauptfilter der Filterklasse M und nachgeschalteter HEPA-Filter

Für die Filterung der aufgenommenen Partikel verfügt jede Anlage über einen Hauptfilter der Filterklasse M. Zusätzlich ist ein HEPA-Filter nachgeschaltet.

Die mehrstufige Filteranordnung sorgt dafür, dass die mitgeführten Staubpartikel innerhalb der Abscheide- und Filtereinheit zurückgehalten werden. Der Hauptfilter übernimmt dabei die erste Filterstufe. Der nachgeschaltete HEPA-Filter ergänzt das System um eine weitere Feinfilterung.

Eine konkrete HEPA-Klasse ist in den vorhandenen Projektunterlagen nicht genannt. Daher wird bewusst keine Einstufung als H13 oder H14 und kein bestimmter prozentualer Abscheidegrad angegeben.

ATEX-Ausführung für staubexplosionsgefährdete Bereiche

Die Zentralanlagen wurden entsprechend den ATEX-Anforderungen für staubexplosionsgefährdete Bereiche ausgeführt.

Für die technische Auslegung sind dabei nicht nur die Eigenschaften der Absauganlage entscheidend. Berücksichtigt werden müssen ebenso das aufgenommene Material, die Entstehung möglicher Staubatmosphären, der Aufstellungsort, das Rohrleitungssystem, die Absaugstellen und die betrieblichen Bedingungen.

Eine konkrete ATEX-Zone ist für dieses Projekt nicht dokumentiert. Deshalb wird die Anlage nicht nachträglich einer bestimmten Zone zugeordnet.

Sammlung in Big Bags oder 200-Liter-Fässern

Nach der Abscheidung werden die aufgenommenen Materialien je nach Materialart in Big Bags oder 200-Liter-Fässern gesammelt.

Damit lässt sich die Sammlung an die jeweiligen Reststoffe und die nachgelagerten betrieblichen Abläufe anpassen. Die gesammelten Materialien werden anschließend einer fachgerechten Verwertung beziehungsweise dem Recycling zugeführt.

Die Absauglösung endet somit nicht bei der Aufnahme der Rückstände. Auch deren Transport, Abscheidung und geordnete Bereitstellung für die weitere Verwertung sind Bestandteil des Anlagenkonzepts.

Weniger Staub und eine geordnete Materialerfassung

Durch die zentralen Rohrleitungssysteme steht die benötigte Absaugleistung direkt an den vorgesehenen Entnahmestellen zur Verfügung. Die Absaugung kann über die pneumatische Fernsteuerung bedarfsgerecht aktiviert werden.

Die realisierte Lösung trägt dazu bei:

  • Staubemissionen in den Arbeitsbereichen zu reduzieren,
  • Staub- und Materialrückstände gezielt aufzunehmen,
  • die Arbeitsumgebung sauberer zu halten,
  • den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu unterstützen,
  • die Anforderungen an den Explosionsschutz zu erfüllen,
  • abgeschiedene Materialien geordnet zu sammeln,
  • die anschließende Verwertung beziehungsweise das Recycling zu ermöglichen.

Die Kombination aus zentraler Absaugung, pneumatischer Bedienung, mehrstufiger Filterung und materialgerechter Sammlung schafft eine durchgängige Lösung vom Aufnehmen der Rückstände bis zu ihrer weiteren Verwertung.

Was dieses Projekt zeigt

Eine industrielle Staubabsaugung muss nicht nur ausreichend Saugleistung bereitstellen. Sie muss auch zu den vorhandenen Produktionsbereichen, den Bedienabläufen, dem aufgenommenen Material und den geltenden Sicherheitsanforderungen passen.

Gerade bei mehreren räumlich verteilten Absaugstellen bieten zentrale Rohrleitungssysteme eine praktikable Möglichkeit, die benötigte Saugleistung dort bereitzustellen, wo sie tatsächlich gebraucht wird.

Dieses Projekt zeigt außerdem, wie sich Druckluftbetrieb, pneumatische Fernsteuerung, M- und HEPA-Filter, ATEX-Ausführung und unterschiedliche Sammelsysteme zu einer kundenspezifischen Gesamtlösung verbinden lassen.


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Medium: Staub- und Materialrückstände aus der Emaille-Beschichtung
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Lösung: Mehrere druckluftbetriebene Zentralanlagen mit Rohrleitungsnetz, pneumatischer Fernsteuerung sowie M- und HEPA-Filter
Ergebnis: Reduzierte Staubemissionen, eine sauberere Arbeitsumgebung und eine geordnete Verwertung der abgeschiedenen Materialien